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WZV Oberes Fichtelnaabtal; Trinkwasserqualität hat nicht gelitten

Brand, den 28.09.2017

Der Werkausschuss des Zweckverbandes zur Wasserversorgung Oberes Fichtelnaabtal traf sich zu einem Ortstermin am Hochbehälter Ebnath. Nachdem der Hochbehälter Ebnath im Jahre 2014 im Außenbereich saniert wurde, laufen derzeit weitere Sanierungsmaßnahmen im Innenbereich. Der Sanierungsumfang umfasst die Erneuerung der Be- und Entlüftungsanlage, Einhausung der Behältereinstiege, Teilerneuerung der Rohrinstallation und die Neubeschichtung der beiden Wasserkammern.

 

Der Verbandsvorsitzende Peter König führte aus, dass beim Entfernen der vorhandenen Chlorkautschuk-Beschichtung mittels Sandstrahlen festgestellt wurde, dass im abgetragenen Material PCB (Polychlorierte Biphenyle) in nennenswerten Konzentrationen vorhanden ist. Daraufhin wurden die Arbeiten eingestellt, um weitere Klärungen zu Belastung und der erforderlichen Arbeitssicherheit für die Arbeiten durchzuführen.

Wie der Verbandsvorsitzende weiter ausführte, wurde nach Bekanntwerden der PCB-Belastung umgehend das Gesundheitsamt Tirschenreuth informiert. Die sofort eingeleiteten Luft- und Wasserproben erbrachten die Erkenntnis, dass zu keiner Zeit die Trinkwasserqualität gelitten hat.

Auf Empfehlung wurde zur weiteren Vorgehensweise das Fachbüro BEN Umwelt GmbH aus Bayreuth beauftragt, die Arbeiten fachtechnisch zu begleiten.

 

Dipl.-Ing. Reto Nydegger vom Büro BEN erläuterte den Mitgliedern des Werkausschusses ausführlich die entstandene Problematik. Er unterstrich ausdrücklich, dass es sich nicht um ein Problem des Trinkwassers handelt, sondern dass es darum geht, Bedingungen zu schaffen, die einen Arbeitsablauf ohne gesundheitsschädliche Einflüsse für die im Bauwerk tätigen Facharbeiter garantieren.

Hierzu wird das Büro BEN eine Arbeits- und Betriebsanweisung erstellen. Die Arbeiten sind auch der Berufsgenossenschaft anzuzeigen. Im Wesentlichen wird es sich um organisatorische, technische und persönliche Schutzmaßnahmen handeln, wie z.B. Schutzkleidung und Atemschutz, Abschottung sowie die Installation eines Unterdruckhaltegerätes zur Zwangsbelüftung für die Dauer der Arbeiten.

 

Die anwesenden Mitglieder des Werkausschusses stimmten der weiteren Vorgehensweise vorbehaltlos zu. Es kam deutlich zum Ausdruck, dass die Mehrkosten der Schutzmaßnahmen unumgänglich sind, um die Sanierungsarbeiten verantwortungsbewusst weiterführen zu können.